Was süß aussieht, kann ganz schön schmerzhaft sein
Pomeranian Lio-Fox ist knapp vier Jahre alt und leidet aufgrund seiner Minizucht nicht nur an einer neurologischen Grunderkrankung, sondern es zeigten sich aufgrund seines verkleinerten Kiefers massive Zahnprobleme:
Der Zwergspitz hatte ein unvollständiges Dauergebiss mit drei persistierenden Milchzähnen, insgesamt sieben fehlende Zähne, eine Fehlstellung mit Karpfengebiss (maxilläre Brachygnathia inferior) sowie deutlichen Zahnstein, obwohl die Besitzerin täglich Zahnpflege durchführt.

Zahnsanierung: Sechs Zähne mussten gezogen werden
Einzige Chance für Lio-Fox war eine Zahnsanierung: Die Behandlung erfolgte in Narkose durch Zahnspezialistin und Fachtierärztin für Kleintiere, Dr. Judith Körbel.
Der vorhandene Zahnstein wurde mithilfe von Ultraschall vollständig entfernt. Danach musste Dr. Körbel sechs Zähne, darunter auch persistierende Milchzähne, entfernen und die Wunden vernähen. Die beiden Fangzähne im Unterkiefer wurden gekürzt und versiegelt. Raue Stellen wurden geglättet und versiegelt, damit sich künftig weniger schnell Zahnbelag anlagern kann.

Lio-Fox-schmerzfrei, Besitzerin happy
Der Heilungsverlauf war sehr positiv: Schon ab dem ersten Tag nach der Zahnsanierung nahm Lio-Fox wieder Futter auf, der Kieferschluss ist stabil und das Allgemeinbefinden hervorragend.
Vorbeugung mit Zähneputzen und speziellen Pflegemitteln
Zur langfristigen Vorbeugung empfiehlt Dr. Körbel regelmäßiges Zähneputzen mit enzymatischer Zahncreme sowie die Anwendung von Oroyzyme-Gel dreimal pro Woche. Auch spezielle Zahnpflegefuttermittel helfen, weiche Zahnbeläge zu entfernen und Plaque vorzubeugen.
Fazit der Besitzerin:
Besitzerin Selen K. resümiert nach der erfolgreichen Zahnbehandlung:
„Frau Dr. Körbel nahm sich genügend Zeit für uns, um die Operation zu besprechen. Dadurch nahm sie mir jegliche Unsicherheiten. Die Operation verlief komplikationslos. Noch am selben Tag wurde ich telefonisch informiert, dass alles sehr gut verlaufen ist und ich Lio am Nachmittag wieder abholen durfte.
Frau Dr. Körbel hat uns mit viel Fachwissen, Sorgfalt und Empathie begleitet. Besonders wichtig war mir, dass sie mit Lios neurologischer Vorerkrankung (CM/SM) vertraut ist und genau wusste, worauf bei Lagerung, Medikation und Nachsorge zu achten ist.
Dadurch fühlte ich mich von Anfang an sehr gut aufgehoben. Lio war bereits am Abend wieder auf den Beinen und am nächsten Tag fast der Alte.
Nach drei Tagen Schmerzmittel zeigte er bereits deutliche Veränderungen: Er wollte wieder Ball spielen und konnte diesen auch wieder im Maul halten – etwas, das zuvor plötzlich nicht mehr möglich war. Ich dachte, das läge nur an dem Wackelzahn, mir war nicht bewusst, dass sein kleines Maul so ein Ausmaß an Fehlstellungen hatte. Seit der OP apportiert er wieder selbstverständlich und knabbert deutlich entspannter an seinen Kaustangen.“




