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Nur registrierte Fundtiere kommen schnell nach Hause zurück

In unserer Tierklinik werden das ganze Jahr über viele Fundkatzen und auch gelegentlich Fundhunde abgegeben. Manche nach einem Unfall, andere zum Glück unverletzt.

Gerade rund um den Jahreswechsel kommt es vermehrt vor, dass Tiere aus Angst vor Böllern und Raketen davonlaufen: 428 entlaufene Hunde, also fast dreimal so viele wie sonst an einem Tag, wurden deutschlandweit allein an Silvester und Neujahr 2024/2025 gemeldet (Quelle: TASSO).

Auslesen eines Chips zur Identifizierung eines Hundes.

Auslesen eines Chips zur Identifizierung eines Hundes.
Foto: Tierklinik Ismaning/Amelie Massard

Ein nicht registrierter Chip ist nutzlos

Werden entlaufene Tiere gefunden, zu uns gebracht und untersucht, ist der erste Schritt immer das Auslesen des Mikrochips, in der Hoffnung, Tier und Besitzer schnell wieder zusammenzubringen. Leider erleben wir immer wieder, dass zwar ein Transponder vorhanden ist, dieser aber nie registriert wurde. Dann wird es sehr schwierig, den Besitzer zu ermitteln.

Ein nicht registrierter Chip ist nutzlos: Beim Auslesen erscheint dann nur eine Nummer, aber kein Name, keine Telefonnummer, keine Adresse. Die Rückvermittlung wird damit fast unmöglich.

Damit entlaufene Tiere sicher und schnell nach Hause finden, braucht es deshalb unbedingt beides: den Mikrochip und eine gültige Registrierung bei einer zentralen Datenbank wie TASSO oder FINDEFIX. Wichtig: Die hinterlegten Daten sollten unbedingt aktuell gehalten werden, etwa nach einem Umzug oder einer neuen Handynummer.

Wie funktioniert das Chippen von Haustieren?

Der Mikrochip-Transponder ist etwa so groß wie ein Reiskorn und wird mit einer speziellen Injektionsnadel an der linken Halsseite unter die Haut gesetzt. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Bei kooperativen Tieren ist weder eine Narkose noch eine Betäubung notwendig. Der Chip ist für die gesamte Lebensdauer des Tieres ausgelegt und muss nicht erneuert werden.

Der Standard-Mikrochip enthält ausschließlich eine 15-stellige Identifikationsnummer – Gesundheitsdaten sind darauf nicht gespeichert. Es gibt jedoch spezielle Transponder mit Zusatzfunktionen, etwa zur Temperaturmessung oder zum Öffnen von Futterautomaten und Katzenklappen. Diese Technik ist nicht Teil des normalen Mikrochips und wird nur auf Wunsch des Tierhalters eingesetzt.

Ist das Chippen schmerzhaft für das Tier?

Nicht wirklich. Zwar ist die Nadel beim Chippen etwas größer als bei einer Impfung, aber die meisten Tiere empfinden den kurzen Stich nicht als besonders unangenehm. In der Regel tolerieren sie den Pieks sehr gut.

Chippen von Katzen und Hunden: Die Kosten

In der Tierklinik Ismaning kostet allein das Setzen des Mikrochips in der Regel rund 60 Euro (Stand 2025). Häufig erfolgt das Chippen im Rahmen eines ohnehin geplanten Termins – etwa bei einer Allgemeinuntersuchung, einer Impfung oder der Vorstellung von Jungtieren. Je nach Anlass können deshalb zusätzlich weitere Kosten anfallen.

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