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Zahnpflege fördert die Tiergesundheit. Foto: milantefotolia – stock.adobe.com

Nach jeder Futteraufnahme oder Mahlzeit bildet sich aus Futterresten, Speichel und Bakterien aus der „Mundflora“ weicher Zahnbelag, der als Plaque bezeichnet wird und wie ein klebriger Film die Zähne überzieht. Wird die Plaque nicht durch Zähneputzen entfernt, verfärbt sie sich und verkrustet über kurz oder lang – beginnend am Zahnfleischrand – zum Zahnstein.

Um Zahnstein vorzubeugen, ist regelmäßige Gebissreinigung – Zähneputzen! – daher das A und O. Dafür empfehlen wir, eine doppelköpfige Zahnbürste oder Fingerlinge und spezielle Tierzahnpasta zu verwenden. Hierzu gibt es beim VOHC (Veterinary Oral Health Council) eine Liste mit geprüften und empfohlenen Produkten für Hunde und Katzen.

Gewöhnen Sie Ihr Tier langsam an die Prozedur. Hören Sie mit dem Putzen auf, bevor es unruhig wird, und loben Sie es für seine Geduld. Steigern sie die Dauer der Behandlung von Mal zu Mal. Am besten sehen Sie das Zähneputzen als Spielzeit für Ihren Hund und konditionieren ihn positiv, indem Sie es direkt mit einem Lieblingsspiel, dem Gassigang oder Ähnlichem verknüpfen.

Im günstigsten Fall putzen Sie Ihrem Tier jeden Tag einmal die Zähne. Aber auch eine wöchentliche Reinigung ist sinnvoll, wenn es Ihr Zeitbudget nicht anders zulässt – und sie ist auf jeden Fall besser, als die Zähne überhaupt nicht zu säubern.

Können Sie die Zähne Ihres Tieres nicht putzen, können wir neben begleitenden prophylaktischen Maßnahmen eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung empfehlen. Dabei wird der Zahnstein unter Narkose schonend entfernt (siehe Zahnstein-Entfernung per Ultraschall).

Eine entsprechende Ernährung kann der Zahnsteinbildung vorbeugen. Die tägliche Gabe von speziellem Trockenfutter (Kalziumfänger, große Kroketten mit spezieller Faserstruktur) kann die Neubildung von Zahnstein bis zu 70 Prozent verringern. Eine Liste geprüfter, zahnwirksamer Produkte finden Sie ebenfalls beim VOHC.

Zur Vorsicht raten wir dagegen bei Knochen vom Metzger oder Geweihstangen. Sie splittern oft, bleiben unter Umständen tief in den Zahnzwischenräumen stecken und müssen operativ entfernt werden. Im schlimmsten Fall brechen Zähne, wenn ein Hund sich an einem Markknochen abarbeitet.

Ob Ihr Tier Zahnstein hat, können Sie selbst kontrollieren, wenn Sie die Lefzen anheben und die Kiefer öffnen. Wer sein Tier schon im Welpenalter an das Kommando „Maul auf“ gewöhnt hat, tut sich dabei natürlich leichter. Auch Mundgeruch weist auf gesundheitsschädlichen Zahnsteinbefall oder andere entzündliche Prozesse in der Maulhöhle hin.

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